Warum laufen wir? (KW 27)

Wochenübersicht 02.07 – 01.08.2018

Gesamt: 2 x FREI, 2 x Rad, 3 x Laufen (35 km)

„Warum laufen wir?“ Ehrlich gesagt ist dieser Titel spannender als: „Warum laufe ich?“ und natürlich überlege ich immer, wie ich anfange, damit möglichst viele Menschen den Blog lesen. Ich beantworte jetzt mal meine die zweite Frage und vielleicht findet sich er ein oder die andere in dieser Antwort wieder. Aber vielleicht habt ihr ja auch ganz andere Gründe…
Eines wurde MIR diese Woche klar. Auch wenn ich jetzt seit Monaten trainiere und das Gefühl habe, dass Laufen ein Teil meines normalen Tagesablauf ist und ich eine große Routine aufgebaut habe, so muss auch ich mich immer wieder von Tag zu Tag motivieren. Natürlich ist nach den Deutschen (Senioren) Meisterschaften erst einmal eine große Last abgefallen und ich hatte tatsächlich für 4 Tage überhaupt keine Lust irgendetwas zu machen. Seit Januar frage ich mich jeden zweiten Tag, wann ich mal wieder lockere Beine haben werde. Seit 6 Wochen bin ich jeden Morgen mit der Zusatzfrage aufgestanden, ob meine Hüftverletzung endlich verschwunden ist oder ob sie sich sogar wieder leicht verschlimmert hat. Mit einem – auch für mich – enormen Aufwand habe ich es tatsächlich geschafft, dass die Verletzung mich nich vom Start abgehalten hat, aber besser wurde ich in dieser wichtigen Vorbereitungszeit auch nicht. Die Vorstellung bis Malága (September) jetzt so weiter zu trainieren, war nicht wirklich inspirierend. Dieses Thema kann ich abkürzen. Die paar Tage Ruhe waren goldwert: Die Verletzung ist auf dem niedrigsten Stand seit dem Beginn der Hüftaufzeichnungen…
Jetzt muss ich nur noch das Thema Motivation klären bzw. die Frage „Warum laufe ich?“
1.: Jeder Mensch braucht ein Hobby. In meinem Fall habe ich mich gegen Saufen und für Laufen entschieden.
2.: Mir macht es Spaß, etwas zu machen, das ich unter Kontrolle habe und dessen Ergebnis ich steuern kann. Je mehr ich trainiere, desto schneller werde ich. (Die Nosports-Anhänger könnten jetzt argumentieren: je mehr Laufen, desto häufiger Arzt. Stimmt, aber so habe ich viele nette neue Menschen kennengelernt.)
3.: Ein gewisses Maß an Fitness ist Grundbedingung für eine erfolgreiche Karriere als Selbständiger, der wie ich noch viele Jahre sein Geld verdienen muss und will.
4.: Wenn die Weltpolitik sich so weiter entwickelt, sollten wir in Deutschland dringen lernen, dass Selbstgenügsamkeit und Bequemlichkeit kein Erfolgsrezept ist. Dieses Projekt ist ein Versuch zu zeigen, dass es nie zu spät ist ungewöhnliche, außergewöhnliche und neue Projekte zu starten. Denn wenn ich ein Grundproblem in all den großen Themen Deutschlands (Flüchtlingspolitik, EU, Bundeswehr, Nationalmannschaft, Bildung, Identität) erkenne, dann ein großes Beharrungs- und Bequemlichkeitsproblem. Probleme werden nicht mit Aussitzen und Ausblenden gelöst, sondern in dem man sich aus der Comfortzone herausbewegt und ackert …
Soweit mein Ansatz 😉

P.S.: Alle weiteren Daten und Fotos kommen dann wieder nächste Woche.

P.P.S.: Warum lauft ihr?