Mein letzter Job war am Donnerstag in Pforzheim, Leitung einer Absolventenveranstaltung der dortigen IHK. Lief sehr entspannt und alle waren glücklich. Am nächsten Tag ging es um 9:00 per Zug von Pforzheim über Karlsruhe nach Köln. Um 8:15 kam ich auf die grandiose Idee das Betriebssystem meines iPhones upzudaten. Um 9:10 merkte ich, dass ich damit nicht fertig werde, woraufhin ich den Vorgang unterbrochen habe. Großer Fehler, denn wenn man diesen Vorgang beim iPhone unterbricht, kann man es solange nicht mehr benutzen, bis man das Update erneut vollständig geladen hat. Und ich sollte hinzufügen, dass der Ladeprozess immer wieder bei 0% startet. Super. Natürlich war mein Bahnticket auf dem Handy abgespeichert und wer braucht schon eine ausgedruckte Version. Gut, das war nicht so schlimm, denn der Zug hatte 20 Verspätung, aber keinen Schaffner. Im Karlsruhe habe ich natürlich meinen Anschlusszug verpasst, woraufhin ich mich mit einem doppelten Espresso bei Starbucks eingekauft und das Update erneut geladen habe. Dieses Mal haben mir nur 5 min beim Hochladen gefehlt. Dafür ist der ICE pünktlich um 10:59 losgefahren. WLAN war im Zug zwar vorhanden, aber so schwach, das der Ladeprozess zum Scheitern verurteilt war, was mich aber nicht davon abgehalten hat, es immer mal wieder zu probieren. Es war ja mein erster Urlaubstag und da hatte ich noch viel Hoffnung.

Mittlerweile war ich im Hbf Frankfurt angekommen. Wußte gar nicht das der ICE nach Köln über Frankfurt Hbf fährt. Egal, das bedeutet weitere 30 min Fahrtzeit, aber ich bin ja entspannt, es ist ja mein erstes Urlaubstag. 15 später wurde mir klar, dass mein ICE in Karlsruhe überhaupt nicht pünktlich war, sondern ich in den verspäteten ICE nach Berlin über Frankfurt, Kassel und Hannover eingestiegen bin. Zum Glück hat mich auch die Zugbegleiterin nie daraufhin gewiesen. Wahrscheinlich wollte sie mich nicht von meinen Ladeaktivitäten ablenken. Egal, bis Kassel Wilhelmshöhe sind es nur 1:15. Da mein ICE 20 min Verspätung hatte, hatte ich in Kassel genau 2 Min Zeit, um über eine Brücke zum nächsten Gleis zu rennen, um dort den nächsten ICE nach Frankfurt zu erreichen. War aber nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt habe, denn dieser Zug hatte 30 Min Verspätung. Wie gerne hätte ich jemanden von meinem ersten Urlaubserlebnis berichtet, aber ich hatte ja keine Handy und mit dem Laptop bei schwachen WLAN und vollem Zug zu skypen war mir doch etwas unangenehm. Außerdem brauchte ich den Laptop, um immer brav mein Ticket zeigen zu können. Komisch, jetzt wo ich in Kassel war wurde ich ständig kontrolliert. Ich muss an dieser Stelle einmal das Zugpersonal ausdrücklich loben. Die Schaffnerin hat, nachdem sie sich meine Gesichte sehr geduldig angehört haben, offensichtlich Mühe zu geben nicht laut in meiner Gegenwart zu lachen, aber irgendwie ist sie später immer sehr gut gelaunt an mir vorbei gegangen.
Nach weiteren 80 Minuten bin ich dann in Frankfurt angekommen. Jetzt hatte ich 1 Min Zeit um von Gleis 6 zu Gleis 18 zu rennen. Und ich darf stolz berichten, dass ich der einzige Passagier war, der dies geschafft hat. Manchmal lohnt es sich schnell laufen zu können. Die nächste Stunde habe ich damit verbracht die wichtigste Touretappe zum Galibier in einem vollen ICE und einer Strecke mit vielen Tunneln zu streamen. Wie ich später erfahren habe, soll es eine sehr spannende Etappe gewesen sein.
Um 16:48 bin ich dann in Köln-Deutz angekommen. Natürlich stand mein Auto am Hbf in der Tiefgarage, aber das waren doch nur noch 900 m und die habe ich zum Auslaufen benutzt. Um 17:32 habe ich dann Zuhause angekommen in 8 Minuten mein Update hochgeladen. Zumindest weiß ich jetzt, dass ich eine gute Internetverbindung habe…

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