Klaus-Jürgen Deuser
Klaus-Jürgen Deuser

Zur Person On Stage Presse On Air News und Termine Kontakt Backstage
 
Presse



Pressespiegel Downloads Downloads
Pressespiegel

Kölner Stadtanzeiger [28.08.2007]
"NightWash" Die Expansion der Spaßmacher

Kölner Waschsalons sorgen nicht nur für saubere Hemden, sondern auch für Nachwuchs an der Spaßfront. Comedy-Stars von Mario Barth bis Ausbilder Schmidt haben hier ihre ersten Schritte gemacht. Verantwortlich dafür ist Klaus-Jürgen „Knacki“ Deuser. Seine Idee namens „NightWash“ hat schon manche Karriere befördert und frisches Blut ins Fernsehen gepumpt. Bis jetzt war Moderator und Produzent Deuser mit seiner Firma D'nA Productions ein Einzelkämpfer. Doch nun hat der Kölner Marktführer in Sachen TV-Comedy zugegriffen: Die Produktionsfirma Brainpool TV - künstlerische Heimat von Anke Engelke, Stefan Raab, Oliver Pocher, Bastian Pastewka oder Mario Barth - ist mit einer Anteilsmehrheit von 74,9 Prozent bei D'nA eingestiegen. Knacki Deuser behält den Rest und bleibt Geschäftsführer.

Die Zusammenarbeit trägt bereits erste Früchte: Deuser hat für Brainpool das Casting zur neuen Sat-1-Comedy-Show „Sketch News“ durchgeführt. Herzstück von D'nA in seinem Ehrenfelder Loftbüro ist eine schier endlose Videodatenbank von Spaßtalenten. „Da ist fast jeder drin, der schon mal einen Witz geradeaus erzählt hat“, so Brainpool-Chef Jörg Grabosch. Zu Deusers Entdeckungen zählt der skurrile Bochumer Rechtsanwalt und selbst ernannte „Liebesguru“ Welf Haeger, schon jetzt ein Stammgast in Raabs „TV total“. Mit ihm und weiteren „NightWash“-Komikern plant Brainpool eigene Shows. Zwei bis drei Stand-up-Formate, die sowohl im TV als auch auf DVD ausgewertet werden sollen, könnten schon im Herbst starten. Ebenfalls im Herbst will man gemeinsam ein groß angelegtes Comedy-Portal ins Internet stellen, um ein Stück unabhängiger vom Fernsehen zu werden. „Als kleiner Independent-Producer habe ich mich stets auf der kreativen Seite gesehen“, sagt Knacki Deuser. „In der heutigen Zeit muss man als Einzelkämpfer aber ziemlich große Kämpfe ausfechten. Beim Versuch, neue Projekte durchzusetzen, bin ich gegen die eine oder andere Wand gelaufen. Manches Mal kommt man gar nicht erst bis zur Wand hin. Der Zusammenschluss mit einem großen Partner wie Brainpool gibt mir die Chance, Ideen schneller umzusetzen.“

In der Tat fallen Entscheidungen im Hause Brainpool seit Jahresbeginn wieder schneller, als es in den vergangenen Jahren möglich war. Nach dem Aufkauf der Viva-Gruppe durch die MTV-Mutter Viacom war auch Brainpool seit 2004 ein Teil des US-Konzerns. Geschäftsführer Grabosch und seinen Kollegen fehlte es zusehends an Freiheit. Langwierige Verhandlungen führten schließlich Ende 2006 zum Management-Buy-out: Grabosch, seine Co-Geschäftsführer Ralf Günther und Andreas Scheuermann sowie „TV total“-Star Stefan Raab übernahmen die Produktionsfirma zu jeweils gleichen Teilen. Investitionen wie die in D'nA oder das geplante Online-Portal müssen die vier Herren nun nicht mehr in London oder New York abnicken lassen - die Verantwortung tragen sie allein.

Der Schritt hat sich gelohnt: In den ersten sieben Monaten der Unabhängigkeit ist das Geschäft so gut gelaufen, dass am Jahresende voraussichtlich ein deutliches Umsatzplus stehen wird. Bis Ende 2009 hat Brainpool schon über 30 Millionen Euro jährlich, rund die Hälfte des aktuellen Umsatzes, vertraglich abgesichert - durch „TV total“, „Schlag den Raab“, 18 „ProSieben Fight Nights“ und das Geschäft mit DVDs. Knacki Deuser ist nicht der einzige Kreative, den Brainpool fest ans Haus bindet. Zu stellvertretenden Geschäftsführern an der Mülheimer Schanzenstraße sind gerade Chris Geletneky, bisher freier Autor und Producer von „Pastewka“ oder „Ladykracher“, sowie Ralf Husmann, Mastermind hinter „Stromberg“ und „Dr. Psycho“, befördert worden. Momentan basteln die beiden an neuen Serien für Anke Engelke und Oliver Pocher.